Social Media

Twitter

In den letzten Tagen habe ich immer wieder die Frage gehört, ob es sinnvoll ist immer wieder zu twittern, dass heute die Sonne scheint oder dass es regnet. Ich glaube, für jemanden, der selbst keine diese Art Medien benutzt, mag das lächerlich wirken. Ich würde dem entgegensetzen, dass es eine Frage der Perspektive ist. Man sollte vielmehr die Information, dass bei einem Software Unternehmen in Berlin die Sonne scheint, aus Sicht einer Person sehen, die dem Tweet des Software Unternehmens bewusst und freiwillig folgt. Diese Person konsumiert nicht nur einen Media-stream, sondern sie kann problemlos in Interaktion mit dem Twitterer treten (wenn sie das will). Man kann diese Freiwilligkeit nicht genug hervorheben. Nehmen wir ein anderes Beispiel. Ich folge einer Firma namens JetBrains, von dieser Firma benutze ich ein Tool für Visual Studio. Ich folge der Firma und ich folge einem Software-Evangelisten dieser Firma. Dieser Typ, Hadi Hariri, ist ein origeneller Twitterer. Er twittert wenn es ein neues Feature in dem Tool gibt, dass ich benutze (was mich sehr interessiert) und er twittert, wenn er in Heathrow mal wieder in der Passkontrolle steht. Heute twitterte er, wohlgemerkt er ist Spanier, dass Frau Merkel wohl der neue Präsident von Spanien sei. Ich twitterte ihm zurück, dass er sich nicht ärgern soll, sie wird eh 2013 nicht wieder gewählt. Twitter bietet in meinen Augen so eine einfache Plattform Community Arbeit zu leisten. Die Identifikation mit der Firma, den Produkten, kommt ganz von allein.

Für ein junges, dynamisches Software Unternehmen bedeutet das, meines Erachtens, dass man auf verschiedenen Ebenen twittern könnte. Marketing sowie Vertrieb könnten wunderbar Informationen und Ankündigungen zu Messeterminen, Webinaren, Zeitungsartikeln, neue Preise (auch Auszeichnungen J twittern. Hierbei muss das nicht eine einzelne Person sein. Twittern kann jeder und es ist aufgrund der Architektur des Folgens auch nötig, dass mehrere dieselbe Information twittern. Wenn bespielweise ein Vertreter des Unternehmens zu einem Vortrag geladen ist, dann kann das Marketing (über einen Firmenweiten Twitter Account) aber auch in anderen Abteilungen gezielt darüber twittern.

Interessant ist auch die Varianz der Twitter-Follower innerhalb eines Unternehmens zwischen den Abteilungen.

Twitter ist Kommunikation weltweit in Echtzeit mit einer Menge von Leuten, die die Kommunikation bewusst wollen.

Facebook

Ein Mensch, Trockenfisch, mit dem ich bei Facebook befreundet bin, schrieb mir neulich an meine Pinnwand: „Seit dem ich gesehen habe, dass du Microsoft Deutschland geliked hast, habe ich begriffen dass sich eine Investition in Facebook für ein Unternehmen lohnen kann.“ Ja, das stimmt wohl, mir ist auch völlig klar, dass es sich hier in erster Linie um Werbung handelt. Allerdings ist das schon ein anderes Spektrum von Werbung. Es ist ebenfalls interaktiv. Nicht so persönlich wie Twitter, aber auch hier steht die Community-Arbeit im Vordergrund. Es wird zumindest suggeriert, dass die Meinung zu einem Produkt oder zur Firma, geschätzt wird. Das dort jemand ist, der zuhört. Bei Microsofts Facebook Pinnwand heißt diese Person Annabelle. Annabelle hat auch mal Urlaub, dann vertritt sie ein junger Mann 😉 Ich finde, sie haben es sehr gut geschafft die Anonymität, die so ein Unternehmen ausstrahlt zu minimieren. Übrigens sind nicht alle Kommentare zu den Beiträgen positiv. Im Gegenteil, aber das gehört eben dazu. Inhaltlich geht es oft um die aktuellen Consumer-Produkte, wie X-Box, Office Versionen oder Kinect.

Ich glaube bei Facebook liegt, im Gegensatz zu Twitter, der Schwerpunkt eher in der Präsentation einer Firma. Während bei Twitter, begründet in der Limitierung auf 140 Zeichen pro Tweet, eher Platz für kurze Ankündigungen organisatorischer oder technischer Natur ist, bietet die Facebook Pinnwand Raum für Fotos, lange Texte und Videos. Ist also ideal zum Beispiel für Interviews, Preisverleihungen und Produktpräsentationen.

Businessportale wie LinkedIn und Xing

Wie der Name Businessportal schon sagt, sehe ich hier ein großes Potential für den Vertrieb. Auf zwei Ebenen, national mit Xing und international mit LinkedIn, kann man sich hier in Gruppen organisieren. Ich selbst gehöre einigen Gruppen im .Net Umfeld sowohl bei Xing als auch LinkedIn an. Business Kontaktbörsen geben dem Vertrieb die Möglichkeit sich auszutauschen; Netzwerke zu bilden. Webinare kann man wunderbar über die Plattform organisieren und durchführen. Ideal um eine unbekannte Gruppe auch regional anzusprechen. Ich muss zugeben, es ist nicht ganz so meine Welt. Ich kann nicht beurteilen, ob es sich zum Beispiel lohnen würde, sich als Moderator oder Co-Moderator einer Gruppe zu engagieren.

Blogs

Blogs unterscheiden sich wirklich, denn man ist ziemlich allein wenn man einen Blog schreibt. Ich meine, wirklich allein. Ich habe irgendwann angefangen bei Twitter und bei Facebook zu vermerken, wenn ich einen neuen Artikel geschrieben habe. Das hat immerhin die Views erhöht 😉 Man braucht Geduld, nach einer Weile fangen Menschen an sich dafür zu interessieren. Suchmaschinen bringen Wildfremde auf meinen Blog, Kunden lesen neueste Nachrichten über DSMI. Überhaupt sehe meinen Blog eher als ein Medium, mit dem ich versuche wichtige Informationen nachhaltig an meine Kollegen oder Kunden, die an einer Integration mit unseren Produkten arbeiten, zu bringen. Es ist nur ein Baustein unter vielen, aber ein Medium mit dem ich sehr schnell bin. Ich habe im Nu ein neues Feature erklärt, einen Screenshot angehangen und fertig ist die erste Doku. Für Beta und RC Dokumentationen optimal.

Fazit

Der Anfang ist schwer. Mir hat sehr geholfen, am Anfang nur zu konsumieren. Es hat eine Weile gedauert bis ich selbst gepostet habe. Aber, ich finde es lohnt sich. Und wenn man das erste Mal von jemanden retweeted wird, oder wenn einem ein Fremder einen Kommentar zu einem Blogartikel schreibt, dann ist das einfach ein geiles Gefühl.

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